

Urząd Gminy - zdjęcie 3D
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Das Gebiet der heutigen Gemeinde Wijewo (dt. Weine) gehörte seit dem Mittelalter zu der polnischen Einheit Großpolen (Wielkopolska), obwohl es zwischen den piastischen Machtzentren in Glogau und Posen, an der Grenze zu Schlesien und dem Lebuser Land (dt. Ost-Brandenburg) liegt. Im Jahre 1343 erobert König Kasimir III., der Große (pl. Kazimierz Wielki) das Fraustädter Land (Ziemia Wschowska) und sicherte die Grenze zwischen Schlesien und Polen für 550 Jahre. Kasimir erweiterte das Land um die Gebiete der slawischen Stämme an der Obra. Auf der Strecke von Zaborówiec (Brettvorwerk, später Wilhelmsruh) über Brenno nach Wijewo sind entlang der Seen die ältesten Siedlungsspuren zu finden. Die ersten urkundlichen Erwähnungen über diese Siedlungen betreffen das Dorf Brenno und die Umgebung des späteren Försterhauses Papiernia. Die Grundherren in diesen Dörfern - mit Sitz in Włoszakowice (Luschwitz) - entstammten den Geschlechtern Junosz, Gryżyński und Opaliński.
Wijewo, das bis 1662 zum Klosterland der Primenter Zisterzienser gehörte, wurde durch Tausch dem Besitz der Opalińskis angeschlossen. Andrzej Opaliński, Großmarschall der polnischen Krone, gründete daraufhin die Dörfer Zaborówiec und Potrzebowo (Scharne). Zur Jahrhundertwende vom 17. zum 18. Jahrhundert ging das Gebiet durch Katharina Opalińska auf die Familie Leszczyński in Leszno (Lissa) über und ab dem Jahre 1738 gehörte es den Sułkowskis, die den Güterkomplex käuflich erwarben. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte das Gebiet der heutigen Gemeinde Wijewo zum Landkreis Kościan (Kosten). Nach der 2. Teilung Polens reorganisierten die Preußen die Kreise und unterstellten das Gemeindegebiet Wijewos dem Fraustädter Land. Bis 1920 (die Zeit des Großherzogtums Warschau ausgenommen) stand das Gemeindegebiet unter preußischer Herrschaft. 1874 wurde durch die Errichtung des Standesamtsgebiets verbunden mit einem Distriktsamt (eine Art Unterlandratsamt) eine Vorstufe der späteren Gemeinde geschaffen. Nach der Wiedergeburt des polnischen Staates im Jahre 1918 sprach der Versailler Vertrag Polen den östlichen Gemeindeteil zu, d.h. Brenno, Zaborówiec und Miastko (Städtel). Die restlichen Dörfer verblieben zunächst innerhalb der deutschen Grenzen. Erst am 17. Juli 1920 wurden auch sie wieder polnisch und gegen zwei deutsch besiedelte Dörfer getauscht. Die ganze Gemeinde lag damals im Landkreis Leszno (Lissa). In der Folgezeit gehörte sie zum Landkreis Fraustadt und wurde etwas später zur Gemeinde Luschwitz zugeordnet, bis sie eine eigene Verwaltung erhielt.
Heute liegt die Gemeinde Wijewo innerhalb der Grenzen des Landkreises Leszno (dt. Lissa) und damit in der Wojewodschaft Wielkopolska. Sie nimmt eine Fläche von 6.137 Hektar ein und zählt 3.451 Einwohner. Die Gemeinde besteht aus den Schulzendörfern Wijewo, Brenno, Zaborówiec, Potrzebowo, Miastko, Radomyśl (dt. Waldheim) und Przylesie (dt. Waldvorwerk, ursprünglich zu Schlesien gehörend). Über 70 Prozent ihrer Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. 16,2 Prozent sind Wälder und 5,6 Prozent sind Seen. Der nordöstliche Teil liegt im Primenter Naturschutzgebiet. Die Gemeinde ist eine der landschaftlich schönsten Regionen Großpolens, anziehend für Tourismus und Erholung. Derzeit werden die "Ferien auf dem Bauernhof" besonders groß geschrieben. Auch hier entwickelt sich zunehmend dieser Zweig des Tourismus. Im Zuge dessen entstehen fortwährend neue Erholungszentren. Neben den Übernachtungsmöglichkeiten bietet die Gemeinde seinen Besuchern zahlreiche Rad-, Wander- und Wasserwege. Für Investitionsvorhaben hat die Verwaltung Flächen für den Bau von umweltfreundlichen Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben, aber auch von Eigenheimen bestimmt.
Wir laden Sie herzlich zu einem Besuch unserer Gemeinde ein!
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